Netzjagd mit Pygmäen

Das Netz wir in einem Halbkreis aufgespannt
Hölzerne Haken werden verwendet, um das Netz im Wald zu verankern
Treiber nähern sich lärmend von der anderen Seite um das Wild ins Netz zu treiben
 Eine Frau macht Lärm um das Wild aufzuscheuchen
Ein Dengbé (blaue Duckerantilope) wurde gefangen
Die Beute wird unter den teilnehmenden Familien aufgeteilt
Die jüngere Generation fängt früh an, das Handwerk der Netzwerk der Netzjagd zu erlernen
 Hölzerne Armbrüste werden zur Jagd auf kleinere Affenarten verwendet

Begleiten Sie BaAka-Pygmäen beim Jagen und Zerlegen der Beute, lassen Sie sich von BaAka-Frauen Heil- und Nutzpflanzen zeigen, kosten Sie von einem typischen Gericht aus Lianenblättern und Waldnuss-Sauce. Erleben Sie, wie in kürzester Zeit eine regenfeste Hütte im Wald entsteht. Dem Leben dieser verborgenen Kultur beizuwohnen ist eine eindrucksvolle Erfahrung, zu der nur wenige Menschen Gelegenheit haben.

Für die Netzjagd gehen große Gruppen von Frauen und Männern der BaAka-Pygmäen in den Wald. Jede Familie hat normalerweise ihre langen selbstgeflochtenen Netze aus Lianenrinde (in der eigenen Sprache „kusa“ genannt) dabei. Frauen trasportieren ihre Sachen in Rucksäcken welche aus Fasern gefertigt sind, die aus Raphia-Palmen oder aus „ikwa“ gewonnen werden. JungeKinder werden sich mit Hilfe von langen Stoffbahnen eng um die Hüfte gewickelt. Männer tragen die Netze und Spere.

Je nach Saison kann die Netzjagd täglich in der Nähe des jeweiligen Dorfes stattfinden, manchmal wird aber auch in weiter Entfernung der Dörfer und über mehrere Monate gejagt. In diesem Fall werden temporäre Kamps im Wald errichtet.

Es erfolgt jedes Mal eine lange Beratung, um zu entscheiden, wo gejagt wird und wie man am besten dort hinkommt. Jeder hat bei diesem Abstimmungsprozess das gleiche Stimmrecht. Auf dem Weg in den Wald beginnen vor allem die Frauen zu singen, eine eigentümliche Mischung aus Jodeln, Melodie und mehrstimmigem Gesang, die schon viele Menschen verzaubert hat.

Sobald die Stelle an der die Jagd beginnt erreicht ist breiten sich die Familien in einem Halbkreis aus, die Netze werden dabei an Stämmen, Ästen und Lianen befestigt. Nachdem die jüngeren Familienmitglieder die Netzte aufgebaut haben, treiben die erfahrenen Jäger das Wild (Hauptsächliche kleine Duker-Antilopen) in die Netze. Hierzu machen sie jede Menge Lärm in dem sie schreien, aufstampfen und mit Ästen auf den Waldboden schlagen.

Wenn ein Tier gefangen wird, wird dieses sofort durch einem starken Schlag mit einem Ast auf den Kopf getötet und in den Familienkorb getan. Auf dem Rückweg in das Kamp sammeln die Frauen häufig verschiedene Blätter und Nüsse, welche sie für die Zubereitung der Soße mit der das Fleisch serviert wird benötigen. Der Fang wird unter den Familien aufgeteilt und die Familie welche das betreffende Tier gefangen hat bekommt den größeren Anteil.

Einige Besucher sind von diesem Gebiet, seinen Menschen und seiner Natur so angezogen worden, dass sie mehr als 20 Jahre hier verbracht haben.