Waldelefanten beobachten

Panorama Ansicht von der Aussichtsplattform (Mirador) auf die Dzanga Bai (Copyright by David Rouge)
Ein Elefant gräbt nach mineralhaltiger Erde   (Copyright by David Rouge)
 Copyright by Andrea Turkalo
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 Die Dzanga Bai vom Flugzeug aus betrachtet

Die scheuen Waldelefanten in freier Wildbahn zu Gesicht zu bekommen ist normalerweise nur einem kleinen Kreis von Forschern vorbehalten. In Dzanga-Sangha, an der natürlichen Waldlichtung von Dzanga-Bai, auch Saline genannt, kommen die Besucher in den Genuss dieses besonderen Naturerlebnisses. Es handelt sich dabei um eine Lichtung die sich auf einer Fläche von 500 x 250 Metern erstreckt und nach 40 Minuten Fussmarsch durch Primärwald auf alten Trampelpfaden der Elefanten erreichen lässt.

Auf der Dzanga Saline können täglich zwischen 40 und 100 Elefanten von einer Aussichtsplattform am Waldrand beobachtet werden. Die erhöhten Wildtierdichten sind durch den besonders mineral- und tonhaltigen Boden begründet. Tiere finden diese Minerale in dem an der Oberfläche stagnierenden Wasser sowie durch Graben im Boden. Neben Elefanten bietet der Ort aber auch die Gelegenheit, die verschiedenen anderen für die Reserve charakteristischen Tierarten zu sehen: Sitatunga, Waldbüffel, manchmal Bongos, Wildschweine und eine Vielzahl an Vogelarten...

Die erste Studie von Waldelefanten (eine Art über die bis dato noch nicht sehr viel bekannt war) wurde auf der Dzanga Bai im Jahr 1990 gestartet. Sie hat eine Vielzahl von Informationen über diese Elefanten hervrorgebracht: den Aufbau der Population, die Dichte, das Sozialverhalten einschließlich der Fortpflanzung und die Kommunikation konnten erforscht werden. Insgesamt wurden seit Anfang der Studie mehr als 4000 Elefanten identifiziert, von denen mehr als 85% mindestens zweimal beobachtet wurden.

Wilderei stellt die größte Bedrohung der Waldelefanten dar, welche nicht nur wegen des Elfenbeins sondern auch des Fleisches wegen gejagt werden. Für ihren Schutz sind sie auf die arbeitsaufwendigen terrestrischen Patroullien angewiesen, denn mit der Zunahme des Holzeinschlags und Diamantenabbaus in der Region ist auch die menschliche Bevölkerung angestiegen, was eine direkte Bedrohung für die Waldelefanten darstellt.