Wichtige Hinweise

Aktuelle Informationen zu Politik, Wirtschaft, Kultur, Stand der bilateralen Beziehungen, Reise- und Sicherheitshinweise, Einreisebestimmungen, Gesundheitshinweise finden Sie auf der Webseite des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland unter: http://www.diplo.de. Hier eine kurze Informationsauswahl (Stand: 27. August 2007):

Allgemeine Informationen:
Die Zentralafrikanische Republik gehört zu den 25 ärmsten Ländern (LDC) der Welt und ist infrastrukturmäßig schlecht erschlossen, der Lebensstandard der Bevölkerung ist äußerst niedrig. Es gibt fast keine touristischen Angebote oder Infrastruktur.

In der Hauptstadt Bangui gibt es Übernachtungsmöglichkeiten, doch wird von Spaziergängen, auch im Stadtzentrum, vor allem nach Einbruch der Dunkelheit, wegen bestehender Gefährlichkeit dringend abgeraten. Versorgung und Unterbringung im Landesinneren ist aufgrund der Armut, der allgemein schlechten Versorgungslage und der fehlenden Infrastruktur schwierig.

Die Verkehrssprache ist französisch. Um sich bei den zahlreichen Polizei-/ Gendarmeriekontrollen bei Fahrten in und außerhalb der Hauptstadt verständlich machen zu können, sind zumindest Grundkenntnisse unverzichtbar.

Sicherheitshinweise:
Angesichts nach wie vor hoher Sicherheitsrisiken und Kampfhandlungen in einigen Teilen des Landes rät das Auswärtige Amt von Reisen in die Zentralafrikanische Republik ab (ausgenommen Hauptstadt Bangui sowie das Naturschutzgebiet Dzanga-Sangha).

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige:
Die Einreise für deutsche Staatsangehörige ist nur mit einem entsprechenden Visum möglich. Die zentralafrikanische Botschaft in Bonn ist derzeit nicht besetzt. Der deutsche Kinderausweis wird uneingeschränkt anerkannt. Trotzdem wird insbesondere für längere Aufenthalte ein Reisepass für Kinder empfohlen.

Besondere Zollvorschriften:
Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen ist verboten, Jagdwaffen müssen deklariert werden, jedoch kann eine Genehmigung für die Einfuhr vor der Einreise beantragt werden. Daher sollten Jagdaufenthalte über eine der zahlreichen Safarigesellschaften organisiert werden, die die Formalitäten erledigen können.
Die Einfuhr von Nahrungsmitteln ist an Restriktionen gebunden. Die Ausfuhr von Naturprodukten ist (auch in verarbeiteter Form) genehmigungspflichtig (Holz, Pflanzen, Tierhäute, Knochen, etc.).

Die Einfuhr eines Fahrzeugs muss deklariert werden (Laissez-Passer). Anzuraten ist die Beschaffung eines ein internationalen „Carnet de Passage“ (erhältlich über den ADAC oder den AvD Automobilclub). Damit muss kein Zoll bezahlt werden; die Ausfuhr des Fahrzeugs ist dann verbindlich.

Besondere strafrechtliche Vorschriften:
Zum Fotografieren und Filmen bedarf man einer Genehmigung durch das Informationsministerium. Bevor man Menschen fotografiert, sollte man ihr Einverständnis einholen. Der Besitz von Drogen und deren Einnahme ist verboten.
Homosexualität ist mit Gefängnisstrafen von bis zu zwei Jahren und Zahlung einer Geldstrafe von 600.000 F.CFA belegt. In der Praxis wird Homosexualität nicht systematisch, jedoch in Einzelfällen bestraft.
Eine Einreise ohne Sichtvermerk bzw. Visum kann zur Verhaftung führen, wobei die Dauer der Haft nicht absehbar ist und es danach zu einer Abschiebung kommt. Auch hohe Geldstrafen können verhängt werden.
Die Verkehrsvorschriften sollten, obwohl sie oft schwer durchschaubar sind, strikt eingehalten werden, da bei Verstoß hohe Geldbußen drohen.

Medizinische Hinweise:
Die medizinische Versorgung ist landesweit unzureichend. In der Hauptstadt gibt es zwei Privatkliniken, die eine Notversorgung durchführen können. Das Institut Pasteur in Bangui (61 89 96) befindet sich in sehr gutem Zustand und stellt eine große Bandbreite medizinischer Analysen zur Verfügung. Französische Medikamente sind grundsätzlich in den Apotheken der Hauptstadt erhältlich. Im Landesinneren, aber auch in den Provinzhauptstädten, ist die Medikamentenversorgung sehr eingeschränkt. Für ernste Erkrankungen ist eine Evakuierung nach Europa dringend anzuraten. Der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung einschließlich einer Rückholversicherung ist daher absolut notwendig.

Die Trinkwasseraufbereitung ist mangelhaft. Das Leitungswasser in der Hauptstadt und in großen Provinzstädten (Bambari, Bangassou, Berberati, Bossangoa, Bouar, Bozoum, Carnot, Ndélé) ist nach Verwendung eines Filters unbedenklich. Durchfälle, Hepatitis A, Wurmkrankheiten, etc. sind häufige Infektionen

Empfohlene Impfungen:

  • Gelbfieber (notwendig),
  • Typhus,
  • Hepatitis A und B,
  • Meningitis A + C (stark angeraten),
  • alle weiteren Impfungen die im Herkunftsland verlangt werden.

Tropenkrankheiten:
Die meisten Tropenkrankheiten können in der Zentralafrikanischen Republik angetroffen warden. Was Malaria angeht, so ist das Land als R3 klassifiziert. Vor Reiseantritt sollte deshalb ein Tropenmediziner kontaktiert und eine Reiseapotheke zusammengestellt werden.. Eine Malariaprophylaxe ist dringend anzuraten.

HIV ist vorherrschend und 18% der Bevölkerung sind mit dem Virus infiziert, mit Spitzenwerten zwischen 20 und 40% in gewissen Bevölkerungsanteilen. Ausreichender Schutz ist daher von höchster Sicherheit.

Zuständige deutsche Auslandsvertretung:
In Bangui gibt es seit 1999 keine deutsche Botschaft mehr. Die zuständige Deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun hat ein Verbindungsbüro in Bangui, dessen Leiter (gleichzeitig österreichischer Honorarkonsul) in Notfällen konsularische Hilfestellung vor Ort leistet. Er ist zu erreichen unter Tel.-Nr. 00236/61 73 33, 61 69 99, Fax: 61 66 20; mit oftmals mehrtägigen Ausfällen der Telefon- und Faxverbindung ist zu rechnen.

Deutsche Botschaft Jaunde
Nouvelle Route Bastos, Bastos Usine B.P. 1160 Yaoundé / Cameroun
Tel.: (00237) 221.00.56 / 220.05.66 / 221.44.34 / 221.72.92
Fax : (00237) 220.73.13

Rechts- und Konsularabteilung
Tel.: (00237) 222.38.81
Bereitschaftsdienst . : Tel.: (00237) 770.07.05
Internet: http://www.jaunde.diplo.de
E-Mail: DtBoJaunde@gmx.net

Das Auswärtige Amt rät dringend, auf Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung zu achten. Die o.a. Reisehinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Verweise auf Reisehinweise in den Geschäftsbedingungen von Reiseveranstaltern sind für das Auswärtige Amt nicht verbindlich. Gesetzliche Vorschriften eines Landes können sich ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Landes wird im Zweifelsfall angeraten.