Gorilla Pirsch

Makumba, der Silberrücken der habituierten Gorillagruppe (Copyright by Michelle Klailova)
(Copyright by Michelle Klailova)
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Im Camp Bai Hokou leben ständig mehrere Forscher aus verschiedenen Kontinenten und die Teammitglieder, die das tägliche Auffinden und Verfolgen der Gorillafamilien bewerkstelligen. Morgens früh bei Sonnenaufgang verlässt ein Team das Lager mit dem Wissen, wo ungefähr am Abend vorher die Gorillas ihre Schlafnester errichtet haben. Wenn diese gefunden sind, folgt das Team den verschieden Spuren, die die Gorillas bei der Fortbewegung und beim Fressen hinterlassen haben. Hierbei sind die an den Wald gewöhnten Augen der BaAka-Pygmäen unersetzlich. Allein diese Suche der Gorillafamilie mit Hilfe von fast unsichtbaren Zeichen auf dem Waldboden ist ein unvergessliches Erlebnis. Man bewegt sich dabei auf Elefantentrampelpfaden und schmalen Wegen fort, z.T. geht es auch quer durch Dickicht. Dies kann anstrengend werden, denn Gorillas suchen sich ihre fruchttragenden Lieblingsbäume manchmal über längere Strecken. Es kann 1 bis 2 Stunden dauern, die Gorillas aufzufinden. Mittags wird das Team abgelöst. Die jeweilige Position wird über Funk ins Camp durchgegeben, damit das neue Team sich in die richtige Richtung aufmachen kann. Das Zusammentreffen mit den Gorillas kann nicht garantiert werden. Aber mehr als 90 % der Touristen, die 2003 und 2004 auf Gorillapirsch gingen, sahen und erlebten Gorillas im Regenwald aus nächster Nähe.

Zur Zeit (Jahresmitte 2008) können täglich 6 Touristen auf Gorillapirsch gehen (3 am Vormittag und weitere 3 am Nachmittag). Es geschieht auf eigene Gefahr, und die Parkverwaltung hat ein Mindestalter von 16 Jahren festgelegt. Eine Verhaltensanweisung wird im Camp gegeben. Menschen mit Durchfall, Schnupfen oder anderen Krankheiten werden abgewiesen, um die Gesundheit der Gorillas nicht zu gefährden. Das Gorillamännchen, der Silberrücken, muss seine Familie verteidigen, sonst löst sie sich auf, oder andere Männchen jagen ihm die Weibchen ab. So kommt es manchmal auch zu Scheinangriffen auf die menschlichen Verfolger, die in einer hockenden Haltung mit eingezogenem Kopf abgewartet werden müssen. Dies kann sich in wenigen Metern Abstand ereignen. Meist beobachten die Forscher und Touristen die Tiere aus 15 bis 20 m Entfernung.

Das Camp ist eine gute Autostunde von Bayanga entfernt (35 km), und die Gorillapirsch kann ab Bayanga in Funkkontakt mit dem Forschungs-Camp Bai Hokou gebucht bzw. organisiert werden. Alle Aktivitäten im Wald werden von geschulten Führern begleitet, die französisch und z.T. auch Englisch sprechen.

Für ausführlichere Informationen über Westliche Flachlandgoriallas und das Primaten Habituierungsprogramm (PHP) in Bai Hokou besuchen Sie bitte die PHP Sektion.