Bayanga, das Dorf und die Menschen

Ein Dzanga Sangha Fischer wirft sein Netz ausBayanga ist der Sitz der Schutzgebietsverwaltung und des Projektes Dzanga Sangha. Hier steht an einer einsamen Stelle am Fluss das Hotel Doli Lodge, von wo aus die touristischen Aktivitäten stattfinden können.

Bayanga ist Bayanga aus der Luftein Dorf, das sich seit den 70er Jahren um ein Sägewerk herum entwickelt hat. Ursprünglich war es ein Fischerdorf, das schon auf deutschen Kolonialkarten von 1901 als Fischerdorf eingezeichnet ist. Hier wohnen heute etwa 4.000 Einwohner meist in Holzhäusern, gedeckt mit Palmblättern. Neben alteingesessenen Fischern und Pygmäen dominieren heute Arbeitsmigranten aus anderen Landesteilen das Dorfleben. Das Sägewerk beschäftigte bis zu seiner vorläufigen Schließung im Jahr 2004 etwa 350 Arbeiter. Die Schutzgebietsverwaltung beschäftigt derzeit fast 200 Angestellte. Aufgrund des Eindringens der modernen Arbeitswelt mit ihrer Kaufkraft und ihren Arbeitsmitteln (Strom, Computer, AuFussballspieler in Bayangatos und Motorräder) hat Bayanga nur noch z.T. ein traditionelles Aussehen.

Bei einem Besuch in den benachbarten Dörfern Yandoumbé und Moussapoula (in 3 bzw. 5 km Entfernung) kann man sich ein authentischeen Eindruck über die traditionelle Lebensweise der Pygmäen und anderen Bevölkerungsgruppen der Region verschaffen: Fischer, Jäger und Sammler und Ackerbauern, letztere bauen hauptsächlich Maniok, Kaffee und Mais an. All diese Bevölkerungsgruppen (und besonders die BaAka Pygmäen) haben ihre traditionelle Lebensweise beibehalten, was einen großen Teil zum Charme der Region beiträgt.

Die gesamte ZAR erlebte in den letzten 200 Jahren große Einwanderungs- und Fluchtbewegungen der Bevölkerung. Der große Schub kam seit dem Ende des 2. Weltkrieges für die Region Bayanga mit der Einführung von Kaffeeplantagen und der holzverarbeitenden Industrie in der Region. Dies führte zu einer sehr heterogenen Bevölkerung mit wenig ausgeprägtem sozialen Rückhalt.Anrainerbevölkerung in Bayanga

Die langansässige autochthone Bevölkerung besteht vor allem aus den BaAka Pygmäen und den Sangha-Sangha Fischern. Ihre ursprüngliche Lebensweise ist teilweise bis heute erhalten geblieben, und dies macht einen großen Teil des Charmes der Region aus.